Was war vor der Abtei Gladbach?

Bild: Museum im Wasserturm
Faustkeil im Museum im Wasserturm, Rheindahlen

Bei der Gründung der Abtei war die Gegend nicht unbesiedelt. Es gab kleine Streusiedlungen und Einzelhöfe, für die eine vor 900 errichtete Kirche auf dem Gladbacher Hügel stand, die 954 von den Ungarn zerstört worden sein soll, aber wohl teilweise wiederaufgebaut worden war. Doch die Besiedlung im Mönchengladbacher Gebiet ist viel älter.

Erste hier nachgewiesene menschliche Spuren haben ein Alter von 300.000 bis 400.000 Jahren. Sie stammen aus dem Stadtteil Rheindahlen und sind steinerne Werkzeuge von Großwildjägern, die bei ihren Streifzügen hier ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Auch die Anwesenheit der Neandertaler in diesem Bereich konnte mehrfach nachgewiesen werden.

Eine dauerhafte Besiedlung des heutigen Stadtgebiets ist freilich erst für das ausgehende 6. Jahrtausend v. Chr. belegt, als im Süden einige Dörfer mit festen Häusern entstehen.

Vom Ende des 8. Jh. v. Chr. an lassen sich zum ersten Mal Einzelgräber und Gräberfelder, u. a. im Bereich des Hardter Waldes, nachweisen. In die Mitte des letzten vorchristlichen Jh. weisen die römerzeitlichen Funde. Lesen Sie weiter: Die Römerzeit

 
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