Drei Module für Verkehrssicherheit
Im Rahmen der Initiative „K!DS IN MG“ wurden durch den Arbeitskreis II (Prävention) drei Module für die konzeptionelle und effektvolle Verkehrserziehung in Mönchengladbach entwickelt:
- Mönchengladbacher Mobilitätserziehungskonzept
- Verkehrs- und Mobilitätspass
- Handreichung für die Arbeit mit den Schulwegplänen
Die Vertreter/innen des Jugendamt, des Schulamtes und der Polizei – Kommissariat Vorbeugung – skizzieren im Mobilitätserziehungskonzept abgestimmte Maßnahmen und Projekte von der 1. bis zur 6. Klasse. Die Radfahrprüfung wurde z.B., aufgrund wissenschaftlicher Empfehlungen, von der 4. in die 6. Klasse verschoben. Theoretische und praktische Schulungen werden intensiviert. Das 11seitige Konzept, welches sich an den schulischen und polizeilichen Erlassvorgaben orientiert, beschreibt jedoch nur Rahmenvorgaben. Die jeweiligen Inhalte können individuell und flexibel entwickelt und gestaltet werden.
Der Verkehrs- und Mobilitätspass begleitet ab dem Schuljahr 2003/2004 jedes I-Dötzchen bis in Klasse 6. Die einzelnen Verkehrserziehungsmodule werden darin kurz skizziert und sollen nach Erlernen bescheinigt, sprich: abgestempelt, werden. Besonders wichtig ist der Pass beim Wechsel in die weiterführenden Schulen (Klasse 5).
Mittels des Passes können sich alle Lehrer/innen der weiterführenden Schulen über die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der ehemaligen Grundschüler/innen informieren und ihre Maßnahmen entsprechend gezielt fortsetzen. Die Handreichung für die Arbeit mit den Schulwegplänen wurden zur Reduzierung der Schulwegunfälle entwickelt. Sichere Schulwege sollen in Kooperation Kind – Eltern – Schule - Polizei erkundet und erlernt werden. Als Grundlage dienen die jeweiligen Schulwegpläne, die von den Schüler/innen individuell erarbeitet und geübt werden.
Mittels der skizzierten Module soll die Verkehrserziehung, die grundsätzlich von den Eltern geleistet werden soll, an der auch Schule und Polizei beteiligt sind, enger verzahnt und koordiniert werden. Kinder sind bei Einschulung keine „fertigen“ Verkehrsteilnehmer, sondern sie entwickeln sich, auch bezüglich ihrer Mobilitätswünsche weiter. Im Kindergarten- und Grundschulalter sind sie meist in elterlicher Begleitung bzw. als Mitfahrer/in unterwegs. Die eigenständige und somit eigenverantwortliche Mobilität nimmt in der Grundschule zu. Die Statistik hat leider bewiesen, dass mit zunehmendem Alter jedoch auch die Kinderunfall-zahlen steigen.
Dank gilt der Stadtsparkasse Mönchengladbach und der Verkehrswacht Mönchengladbach. Diese haben den Druck von 20.000 Pässen/Handreichungen und 500 Konzepten durch Kostenübernahme finanziert.
Die drei Module wurden sowohl im schulischen als auch im polizeilichen Bereich durch die Aufsichtsbehörden als vorbildlich und beispielhaft bewertet. In einigen Städten und Gemeinden des Landes NRW wird daher das „Mönchengladbacher Mobilitätserziehungskonzept“ in abgewandelter und örtlich angepasster Form umgesetzt.





