Die jüdische Minderheit

- Synagoge in Mönchenggladbach, 1914
Juden siedelten sich in Mönchengladbach spätestens seit Anfang des 14. Jh. an. Sie unterhielten eine Schule und lebten in einem eigenen Viertel. Im Pestpogrom von 1348/49 ging die Gemeinde unter und blühte im 17. Jahrhundert wieder auf.
Juden waren besonders seit dem letzten Drittel des 19. Jh. am wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt beteiligt. 1882/83 erbaute die jüdische Gemeinde eine Synagoge an der Blücherstraße, die 1938 wie alle Synagogen im Bereich der heutigen Stadt Mönchengladbach in Flammen aufging.
Ab 1945 wurde nach der Shoah die Gemeinde wieder aufgebaut, die 1967 an der Albertusstraße ein Gemeindezentrum mit einem Betsaal errichtete.
Das bekannteste zeitweilige Mitglied der jüdischen Gemeinde und Mönchengladbacher Ehrenbürger war der Philosoph Hans Jonas (1903-1993), dessen Buch „Das Prinzip Verantwortung" bis heute aktuell ist.
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