Klimatipp Nr. 4: Recyclingpapier verwenden
Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung informiert

Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung will den Klimaschutz in Mönchengladbach „zum Thema“ machen und das Klimabewusstsein in der Kommune verankern. Der Fachbereich veröffentlicht dazu ab sofort monatlich exemplarische Klima-Tipps, um für eine Energieeinsparung bei Strom, Wärme, Wasser, Konsum und Mobilität im Bereich der privaten Haushalte zu werben.
Klimatipp Nr. 4: Recyclingpapier verwenden - Ressourcen schonen
Mit der Entwicklung der Computertechnik wurde das papierlose Büro vorhergesagt, doch davon sind wir weit entfernt. Mit ca. 240 kg pro Kopf und Jahr gehört der Durchschnittsdeutsche zu den größten Papierkonsumenten der Erde und der Papierverbrauch steigt weiter an. Die Ausgangsmaterialien für die Papierherstellung sind die sogenannten Frisch- oder Primärfasern (Holzstoff oder Zellstoff) und die Sekundärfasern, also Altpapier. Eine Vielzahl von Füll- und Hilfsstoffen werden zur Veredelung zugesetzt.
Der Einsatz von Recyclingpapier entlastet die Umwelt und spart CO2, denn Papier aus Altpapier herzustellen ist wesentlich umweltverträglicher als dafür den Rohstoff Holz zu verwenden: Für ein handelsübliches Päckchen Kopierpapier (500 Blatt DIN A4, 2,3 kg) werden 7,5 Kilogramm Holz, 130 Liter Wasser und 26,8 Kilowattstunden Energie benötigt. Nutzt man als Rohstoff anstelle von Holz jedoch Altpapier und spart sich dadurch den Aufwand für die Zellstoffherstellung, werden für das erwähnte Päckchen Kopierpapier dann nur noch 2,8 Kilogramm Altpapier, 51 Liter Wasser und 10,5 Kilowattstunden Energie benötigt. Zudem muss weniger Chemie eingesetzt werden, was zu einer geringeren Belastung der Abwässer führt.
Zur CO2-Einsparung und zum Schutz der Ressourcen empfiehlt der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung in erster Linie, dass nur das Wichtigste ausgedruckt wird, beide Seiten bedruckt werden und Fehldrucke als Notizzettel oder Schmierpapier verwendet werden. Wenn der Einsatz von Papier unvermeidbar ist, empfiehlt der FB die Verwendung von Recyclingpapier, dessen Qualität auch professionellen Ansprüchen genügt.
Informationen zur Zerstörung von Wäldern für die Papierherstellung, Tipps zum Papiersparen und weitere Informationen finden Sie auch unter:
Klimatipp Nr. 3: Torffrei gärtnern - Moore und Klima schützen
Mit der beginnenden Gartensaison werden wieder Millionen Beete und Blumentöpfe neu bepflanzt. In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich bereits die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Da herkömmliche Garten- und Blumenerde jedoch bis zu 90 Prozent aus Torf besteht, rät der städtische Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung zum Kauf von Alternativen, denn Torfgewinnung vernichtet nicht nur Moore, sondern auch den Lebensraum vieler spezialisierter Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig geht der Torf als Massenspeicher für Kohlendioxid verloren. Beim Abbau der Moore wird dieses zum Teil über Jahrtausende gebundene Kohlendioxid durch Austrocknungsprozesse in großen Mengen als klimaschädliches Gas freigesetzt. In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter Torf verarbeitet, 20 Prozent davon durch privaten Verbrauch. Schätzungen gehen davon aus, dass bei einer gleichbleibenden Abbaumenge die Torfvorräte in unserem Land in 20-40 Jahren erschöpft sein werden. Für den Klimaschutz hätte dies dramatische Folgen. Allein in Deutschland setzt die Torfgewinnung jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 frei. Zusatzstoffe wie Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern können den Torf-Anteil der Gartenerde problemlos ersetzen. Mittlerweile bieten viele Hersteller auch Gartenerde ohne Torf an. Der Verbraucher als Klimaschützer sollte darauf achten, dass es sich tatsächlich um 100-prozentig torffreie Produkte handelt. Rindenkompost ist ebenfalls ein vollwertiger Ersatz für Torferde. Rindenmulch jedoch nicht, dieser wird ausschließlich zur Abdeckung von Beeten und Gartenflächen verwendet. Robuste heimische Pflanzenarten brauchen generell keine Torferde.
Klimatipp Nr. 2: Klimaschutz durch Zimmerpflanzen
Gerade in der kalten Jahreszeit mit niedrigen Außentemperaturen, wird die Heizung hochgedreht. Aber mit jedem zusätzlichen Grad Raumtemperatur nimmt die Luftfeuchtigkeit ab, die Raumluft wird trockener. Dadurch wird die Zimmertemperatur niedriger empfunden und die Heizung noch höher gedreht. Im Idealfall hat die Raumtemperatur eine Feuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. In geheizten Räumen kann die Luftfeuchtigkeit jedoch schnell auf nur 25 bis 30 Prozent sinken. Wird die Raumtemperatur um ein Grad erhöht, muss mit rund sechs Prozent mehr Heizkosten gerechnet werden. Das strapaziert nicht nur den Geldbeutel, sondern erhöht den klimaschädlichen CO2-Ausstoß.
Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung empfiehlt daher, die Luftfeuchtigkeit mit Zimmerpflanzen natürlich zu erhöhen. Grünlilie, Zimmerlinde, Zyperngras und die Papyrus-Pflanze sind besonders gut geeignet, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Etwa 98 Prozent des Wassers, das die Pflanzen aufnehmen, geben sie wieder ab. In einem Raum von 30 Quadratmetern sorgen schon drei bis sechs größere Zimmerpflanzen dafür, dass die ideale Luftfeuchtigkeit erreicht werden kann. So verdunsten zum Beispiel bei einer Papyrus-Pflanze von 1,5 Metern Höhe ein bis zwei Liter Wasser pro Tag. Setzt man zur Erhöhung der Luftfeuchte Befeuchter an der Heizung ein, so weist der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung darauf hin, dass diese regelmäßig gereinigt werden müssen, damit sie nicht zu Keimschleudern werden.
Weitere Informationen sind über das Umwelttelefon der Stadt Mönchengladbach unter 02161/25-2222 erhältlich.
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Klimatipp Nr. 1: Verschwendung von Lebensmitteln stoppen
Rund jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot landen im Müll. Insgesamt werden mehr als die Hälfte der produzierten Lebensmittel weggeworfen. In Deutschland sind es nach Auskunft des Bundesverbraucherministeriums rund zwanzig Millionen Tonnen pro Jahr. Verbraucherschutz-Vertreter fordern deshalb eine neue Wertschätzung für Lebensmittel. Wer Abfall vermeidet, hilft der Umwelt und dem Klima, und spart außerdem eine Menge Geld. Nach Hochrechnungen, die auf Angaben aus anderen EU-Staaten basieren, werden in Deutschland pro Kopf jährlich Nahrungsmittel im Wert von 330 Euro weggeworfen. Viele Lebensmittel werden schon vernichtet, bevor sie überhaupt den Verbraucher erreicht haben. Sie landen in den Abfall-Containern der Groß- und Supermärkte - oft noch frisch und original verpackt. Warum werden sie weggeworfen? Weil der Kunde zu jeder Zeit frische und makellose Waren in den Regalen wünscht: Das Brot muss auch noch abends frisch gebacken sein, der Apfel darf keinen Schorf haben und die Milch soll noch mindestens eine Woche haltbar sein. Dieses Einkaufs- und Essverhalten ist Energieverschwendung und hat dadurch hat fatale Auswirkungen auf das Klima und damit auf die Erderwärmung. So ist die landwirtschaftliche Produktion global für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung weist darauf hin, dass sich gerade im privaten Haushalt viele Möglichkeiten bieten, um einer Verschwendung von Lebensmitteln vorzubeugen. Der Einkauf und die Mahlzeiten sollten richtig geplant, die Vorräte etwa in der Tiefkühltruhe oder im Keller regelmäßig auf Haltbarkeit kontrolliert werden. Von Lebensmitteln, die sich nicht so lange halten, sollten besser nur kleine Mengen eingekauft werden. Auch können die Reste eines Gerichtes statt weggeworfen zu werden beispielsweise am folgenden Tag gebraten, zu einem Auflauf oder einer Suppe weiterverarbeitet werden. Weitere Informationen sind über das Umwelttelefon der Stadt Mönchengladbach unter 02161/25-2222 erhältlich.
Nützliche Links:
- Informationen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen
- Klimaschutzkonzept der Stadt Mönchengladbach
- Klima-Bündnis e.V.
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